Das Bild in Deinem/meinem Kopf

Du kennst die Redewendungen, "dieses Bild geht mir nicht ausm Kopf" oder "ein Bild sagt mehr als tausend Worte".

Es geht darum, dass Dinge, die wir uns bildlich vorstellen können, für uns Menschen gut erfasst und gemerkt werden kann. Das ist wichtig zu verstehen, wenn wir miteinander kommunizieren.

Gemäss Max-Planck-Institut können wir innerhalb von 150ms unbewusst ein Bild unseres Gegenübers zu einem Eindruck verarbeiten. Das macht sich die Werbung zunutze. Bilder tragen Emotionen und damit wesentlich zu unseren Entscheidungen bei.

Wir können von dieser Kommunikation umgekehrt auch in unserem täglichen Miteinander lernen. Wir kennen das gut von Metaphern, wie "sie hat ihm das Herz gebrochen". Dies ist besonders einprägsam. Wir stellen uns eine starke Frau vor, die das Herz ihres ehemaligen Partners zerbricht.

Da Bilder in der Kommunikation zwar erfasst und gespeichert werden, sind sie wichtige Wegmarken, wenn es darum geht, ein Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken. Denn das Bild im Kopf definiert, wo wir stehen. Wenn wir also weiter ein negatives Bild behalten, können wir noch so lange sprechen, wir werden (unbewusst) weiterhin eine negative Meinung haben. Auch wenn die Person kognitiv denkt, dass die Dinge wieder ok sind, das Bild im Kopf wird weiter dominieren.

Drum ist es besonders wichtig, sich im Gespräch in die Lage des Gegenübers zu versetzen. Und zu verstehen, wo die Person steht, was sie fühlt und letztlich: Welche Bilder im Kopf sind. Erst dann sind wir wirklich an dem Punkt angelangt, wo wir uns "in die andere Person versetzt haben". Von da an beginnt das wirkliche Verstehen und damit der freie Weg zu echter, tiefer Kommunikation.

Wie siehst Du das? Wie ist das bei Euch?

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